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Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Sämtliche Kennzahlen und Vergleichswerte des laufenden Geschäftsjahres und des Vorjahres werden unter Berücksichtigung der Konsolidierungskreisanpassungen gemäß IFRS 10 und 11 ausgewiesen und beschrieben. Ergebnisbeiträge für at Equity einbezogene Unternehmen mit operativem Charakter werden im EBIT abgebildet.

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Kurzfassung
2013/14
Mio. EUR
2012/131)
Mio.EUR
Veränderung
absolut in %
Umsatzerlöse1.974,82.105,9-131,0-6,2
Sonstige betriebliche Erträge71,195,2-24,0-25,2
Fremdstrombezug und Energieträger-1.032,2-979,0-53,2-5,4
Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand-251,9-301,349,416,4
Personalaufwand-313,0-305,3-7,6-2,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen-359,0-170,4-188,5-
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen
Unternehmen mit operativem Charakter
94,095,0-1,0-1,0
EBITDA 1)184,1540,0-356,0-65,9
Abschreibungen-256,0-237,9-18,0-7,6
Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen-269,5-59,9-209,6-
Operatives Ergebnis (EBIT)-341,4242,2-583,6-
Finanzergebnis-31,9-71,539,655,3
Ergebnis vor Ertragsteuern-373,3170,7-544,0-
Ertragsteuern102,8-17,9120,7-
Ergebnis nach Ertragsteuern-270,5152,8-423,3-
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG (Konzernergebnis)-299,0109,3-408,3-
davon Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile28,543,5-15,0-34,6
Ergebnis je Aktie in EUR2)-1,680,61-2,29-

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2013/14 verringerten sich die Umsatzerlöse um 131,0 Mio. Euro bzw. 6,2 % auf 1.974,8 Mio. Euro. Neben einem milden Winter 2013/14 wirkten die vorangegangenen Tarifentscheidungen in Bulgarien und Mazedonien verringernd auf die Umsatzerlöse. Zusätzlich wirkte sich die vom bulgarischen Regulator kommunizierte Rückführung von Erlösen aus vergangenen Perioden aus. Im internationalen Projektgeschäft war zudem ein geringeres Abwicklungsvolumen zu verzeichnen.

Der im Ausland erzielte Umsatz sank um 172,4 Mio. Euro bzw. 15,0 % auf 979,8 Mio. Euro, wodurch sein Anteil am Gesamtumsatz von 54,7 % im Vorjahr auf 49,6 % sank.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen im Berichtszeitraum um 24,0 Mio. Euro bzw. 25,2 % auf 71,1 Mio. Euro zurück, was vor allem aus reduzierten Bestandsveränderungen resultiert.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger erhöhte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 53,2 Mio. Euro bzw. 5,4 % auf 1.032,2 Mio. Euro. Die Gründe dafür waren die Inbetriebnahme des Kraftwerks Duisburg-Walsum im Dezember 2013, ein Anstieg durch die Rückstellungsentwicklung für belastende Verträge aus der Vermarktung der eigenen Stromproduktion sowie höhere Energiebeschaffungskosten für die EVN Gesellschaften in Bulgarien und Mazedonien aufgrund der lokalen Tarifentscheidungen.

Korrespondierend mit dem Rückgang des Abwicklungsvolumens im internationalen Projektgeschäft entwickelten sich auch die Fremdleistungen und Materialaufwendungen rückläufig. Die Position Fremdleistungen und sonstiger Materialaufwand sank deshalb um 49,4 Mio. Euro bzw. 16,4 % auf 251,9 Mio. Euro.

Der Personalaufwand hat sich um 7,6 Mio. Euro bzw. 2,5 % auf 313,0 Mio. Euro erhöht, wofür die kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhungen ausschlaggebend waren. In Summe reduzierte sich der durchschnittliche Personalstand im Berichtszeitraum um 131 Personen bzw. 1,8 % auf 7.314 Personen, wobei der Rückgang auf die Auslandsbeteiligungen entfiel und dort durch Prozess- und Organisationsoptimierungen erreicht werden konnte.

Umsatz nach Regionen

EBITDA nach Regionen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 188,5 Mio. Euro auf 359,0 Mio. Euro. Diese Entwicklung ist insbesondere auf eine im 4. Quartal 2013/14 durchgeführte Wertberichtigung der Leasingforderung im Zusammenhang mit der Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau in Höhe von 191,4 Mio. Euro zurückzuführen. Erhebliche Zweifel an der Realisierbarkeit des Projekts machten diesen Schritt erforderlich. Die Verringerung der Rechts- und Beratungsaufwendungen und der Forderungswertberichtigungen aus Energieverkäufen insbesondere in Südosteuropa wirkten sich hingegen positiv aus.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter betrug 94,0 Mio. Euro und entwickelte sich mit –1,0 % nahezu auf Vorjahresniveau. Es wurde ein EBITDA in der Höhe von 184,1 Mio. Euro erwirtschaftet, das um 356,0 Mio. Euro bzw. 65,9 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres lag.

Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der hohen Investitionstätigkeit im niederösterreichischen Netz, des Ausbaus der Windenergie und der Inbetriebnahme des Kraftwerks Duisburg-Walsum um 18,0 Mio. Euro bzw. 7,6 % auf 256,0 Mio. Euro. Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen führten im Berichtszeitraum zu Wertminderungen in der Höhe von 269,5 Mio. Euro, die um 209,6 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres lagen. Es mussten für Firmenwerte und Kundenstöcke in Bulgarien und Mazedonien, für die Schlammtrocknung und Anlagenteile des Blockheizkraftwerks in Ljuberzy, Moskau, sowie für Erzeugungskapazitäten in Österreich und Bulgarien Wertminderungen vorgenommen werden. Basierend auf den durchgeführten Bewertungsmaßnahmen verringerte sich das operative Ergebnis (EBIT) auf –341,4 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis belief sich auf –31,9 Mio. Euro und lag damit um 39,6 Mio. Euro über dem Ergebnis des Vorjahres. Die Hauptursache für diese Verbesserung lag in einem um 48,0 Mio. Euro auf 45,2 Mio. Euro gesteigerten Beteiligungsergebnis, das vom Wegfall des negativen Vorjahreseffekts aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung der in der WEEV Beteiligungs GmbH gehaltenen Aktien der Verbund AG sowie der im Geschäftsjahr 2013/14 gesteigerten Ausschüttung der Verbund AG geprägt war. Die Inbetriebnahme des Kraftwerks Duisburg-Walsum führte zu höheren Zinsaufwendungen, weshalb das Zinsergebnis trotz des aktuellen Marktzinsniveaus und geringerer Beiträge aus dem internationalen Projektgeschäft um 7,8 Mio. Euro bzw. 11,9 % auf –73,2 Mio. Euro zurückging.

Per Saldo ergab sich für das Geschäftsjahr 2013/14 ein Ergebnis vor Ertragsteuern von –373,3 Mio. Euro (Vorjahr: 170,7 Mio. Euro). Aufgrund der großteils steuerlichen Wirksamkeit des Ergebnisses waren die Ertragsteuern mit 102,8 Mio. Euro positiv. Das Ergebnis nach Ertragsteuern belief sich auf –270,5 Mio. Euro nach 152,8 Mio. Euro im Vorjahr.

In Summe sank das Konzernergebnis auf –299,0 Mio. Euro (Vorjahr: 109,3 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie ging auf –1,68 Euro (Vorjahr: 0,61 Euro) zurück. Da die Effekte, die zu dem negativen Konzernergebnis führten, überwiegend nicht zahlungswirksam waren, wird der Vorstand der 86. Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013/14 eine stabile Dividende von 0,42 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,42 Euro) vorschlagen. Daraus errechnet sich eine Dividendenrendite von 4,1 % (Vorjahr: 3,7 %) zum Aktienkurs der EVN AG von 10,13 Euro per 30. September 2014.

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