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Umwelt

Wer Wasserkraftwerke ausbaut – muss auch das ökologische Gleichgewicht im Blick haben

Vieles spricht für den Ausbau der Wasserkraft: Sie erzeugt keine Emissionen und ist im besten Sinn erneuerbar. Aber auch das ökologische Gleichgewicht ist wichtig. Die EVN betreibt fünf Speicher- und 67 Laufwasserkraftwerke und ist bestrebt, ihre Erzeugungskapazität aus Wasser weiter zu verstärken – das bringt ihren Kunden zusätzliche Sicherheit. Dabei verliert sie ihren ökologischen Fußabdruck aber nie aus dem Auge.

Als Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen sieht sich die EVN verpflichtet, gerade im Umgang mit den natürlichen Ressourcen ein hohes Maß an Verantwortung zu übernehmen und einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Die Nachhaltigkeitsthemen „Umweltschutz und Ressourcenschonung“ sowie „Nachhaltige Energieerzeugung und Klimaschutz“ wurden von der EVN und ihren Stakeholdern als zentrale Handlungsfelder definiert und haben damit einen hohen Stellenwert in der Unternehmensstrategie sowie im tagtäglichen Handeln der EVN. Eines der primären Ziele ist es dabei, die Grundsätze einer umweltorientierten Unternehmensführung ausgehend von Niederösterreich auch in den internationalen Tochtergesellschaften zu implementieren.

Bereits im Jahr 1990 hat die EVN eine eigene Abteilung für Umweltschutz im Konzern aufgebaut. Sie verantwortet die Erfassung und Analyse der ökologischen Auswirkungen von Themen wie Ressourceneinsatz, Energie- und Wasserverbrauch, Emissionen, Biodiversität, Transport sowie Abwasser und Abfall. Auf Basis ihrer Analysen unterstützt die Abteilung die operativen Einheiten darin Umweltauswirkungen zu verhindern bzw. zu minimieren. Im Umweltleitbild der EVN werden dafür zentrale Ziele und Werte sowie Handlungsweisen und Methoden definiert. Zudem wird das Umweltmanagementsystem aller Standorte der EVN, das auch die Anforderungen des Arbeitsschutzes mit einschließt, seit 1995 nach den Standards ISO 14001 und EMAS zertifiziert.

Die EVN erbringt durch den laufenden Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energieträger, durch effizienzsteigernde Maßnahmen sowie durch die umfassende Beratung ihrer Kunden zur Reduktion ihres Energiebedarfs einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele Österreichs. Entscheidend ist für die EVN dabei, eine möglichst hohe Versorgungssicherheit bei gleichzeitig möglichst geringen Umweltauswirkungen sicherzustellen. Das Klimaschutzmanagement der EVN umfasst dazu unterschiedliche Initiativen und strategische Ansätze:

  • Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen (Wasser, Wind, Sonne, Biomasse und Biogas)
  • Steigerung der Energieeffizienz der eigenen Produktionsanlagen und Netze
  • Aktive Teilnahme an Innovations-, Entwicklungsund Forschungsprojekten (u. a. Carbon Capture and Storage-(CCS)-Technologien)
  • Information und Beratung der Kunden zur Reduktion des Energiebedarfs
  • Regionale Wertschöpfung durch Nutzung heimischer Energieträger (Biomasse und Biogas)
  • Aktive Teilnahme an der Einführung alternativer Antriebe (Elektro- oder Erdgasfahrzeuge)
  • Sensibilisierung von Öffentlichkeit und Mitarbeitern durch Bildungs- und Informationsveranstaltungen
  • Innerbetriebliche Maßnahmen, z. B. Ökologisierung der Beschaffung

Sechs neue EMAS-Zertifizierungen

Im Jahr 1993 hat die EU das Öko-Audit EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) als freiwilliges Umweltmanagementsystem eingeführt. Ziel der EMAS-Verordnung, die als weltweit anspruchsvollste und umfassendste Umweltzertifizierung gilt, ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Neben einer internen Auditierung der Einhaltung von Gesetzen und Bescheidvorgaben werden unter anderem Maßnahmen zur Einsparung bzw. Verringerung von Ressourcen und Emissionen definiert. Die EVN startete bereits 1995 mit der Zertifizierung ihrer Kraftwerke. Damit war das Kraftwerk Theiß eine der ersten EMAS-zertifizierten Anlagen in Niederösterreich, kurz darauf folgte das Kraftwerk Dürnrohr.

Jüngstes Mitglied der EMAS-Familie ist das Wärmekraftwerk Korneuburg, das im März 2014 erfolgreich nach EMAS/ISO 14001 auditiert wurde. Damit stammen nun 100 % der Energie aus den Wärmekraftwerken der EVN in Niederösterreich aus EMAS-auditierten Standorten. Zudem werden auch die Anlagen der EVN Wärme seit mittlerweile 15 Jahren diesem freiwilligen Umweltmanagementsystem unterzogen. Die 45 bereits zertifizierten Anlagen werden laufend um neu errichtete bzw. übernommene Fernwärmeanlagen erweitert. So ist für die nächste externe Auditierung im Frühjahr 2015 die Aufnahme von fünf Neuanlagen geplant. Zudem startete im Geschäftsjahr 2013/14 das Planungsprojekt für die Einbindung der EVN Direktion in das EMAS-Umweltmanagementsystem.

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