Ökonomische Leistungsindikatoren

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen stellt sich die EVN der Herausforderung, wirtschaftliche, ökologische und sozial-gesellschaftliche Aspekte als Gesamtheit zu betrachten und einen Ausgleich zwischen den Ansprüchen unterschiedlicher Interessengruppen zu schaffen.

Die Versorgungssicherheit, der schonende Umgang mit Ressourcen und die Schaffung einer modernen Infrastruktur sowie höchste Qualitätsansprüche stehen bei allen Aktivitäten im Mittelpunkt. Oberste ökonomische Zielsetzung ist die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts.

EC1 Unmittelbar erzeugter und ausgeschütteter wirtschaftlicher Wert1)

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Operative Kennzahlen/Verkaufsentwicklung   2009/10 2008/09 2007/08
Stromverkauf GWh 20.101 19.541 19.372
Gasverkauf GWh 6.738 6.102 6.759
Wärmeverkauf2) GWh 1.821 1.576 1.362
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Finanzkennzahlen   2009/10 2008/09 2007/08
Umsatzerlöse Mio. EUR 2.752,1 2.727,0 2.397,0
EBITDA Mio. EUR 416,6 373,4 362,3
Operatives Ergebnis (EBIT) Mio. EUR 187,3 175,2 166,6
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio. EUR 270,9 226,0 235,5
Konzernergebnis Mio. EUR 207,0 177,9 186,9
Investitionen Mio. EUR 394,0 415,7 415,6
Return on Equity (ROE) % 7,4 6,3 7,4
Eigenkapitalquote % 44,9 46,7 48,3
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Aktienkennzahlen   2009/10 2008/09 2007/08
1) Geschäftsjahr jeweils vom 1. Oktober bis 30. September; Finanzkennzahlen nach IFRS
2) Ab 1. Jänner 2008 inklusive Wärmeabsatz in Bulgarien (TEZ Plovdiv)
3) Vorschlag an die Hauptversammlung.
Ergebnis je Aktie EUR 1,27 1,09 1,14
Dividende je Aktie EUR 0,403) 0,37 0,37
Kurs per Ultimo September EUR 11,45 13,68 14,99

Ergebnis und Dividende je Aktie

Mit einem Ertragsteueraufwand von 42,1 Mio. Euro trug die EVN zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben bei. Als nachhaltiger Arbeitgeber verzeichnete die EVN Personalaufwendungen von 329,2 Mio. Euro (12,0 % des Umsatzes). Der durchschnittliche Personalstand betrug im Berichtsjahr 8.536 Mitarbeitende, davon 64 Lehrlinge. Als nachhaltiger Auftraggeber investierte die EVN 1.914,5 Mio. Euro für Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen.

In der 81. Hauptversammlung am 21. Jänner 2010 wurde dem Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats zur Dividendenauszahlung an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2008/09 in Höhe von 0,37 Euro je Aktie zugestimmt. Der Vorschlag an die Hauptversammlung für die Dividende je Aktie des Geschäftsjahres 2009/10 beträgt 0,40 Euro.

EC2 Finanzielle Folgen des Klimawandels

Der Klimawandel und die damit verbundene Verpflichtung zum Klimaschutz und zur Reduktion von CO2 ist eines der zentralen strategischen Themen der EVN. Der Klimawandel ist eine Herausforderung und verlangt nach neuen Geschäftsmodellen. Die EVN nutzt diese Chancen und beschäftigt sich intensiv mit neuen Technologien, um jetzt und in Zukunft die Versorgung sicherzustellen und gleichzeitig die Auswirkungen auf das Klima und die Umwelt zu minimieren. Besonders in den Bereichen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und nachhaltige Energiedienstleistungen ist die EVN aktiv engagiert. Ziel der EVN ist es, im Rahmen der Stromerzeugung den Anteil erneuerbarer Energieträger langfristig auf 50 % zu steigern. Um die Energieeffizienz ihrer Kunden/innen zu steigern, bietet die EVN zahlreiche Dienstleistungen für Haushalts-, Industrie- und Gewerbekunden/innen, aber auch für Kommunen an.

Nähere Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der EVN befinden sich im Magazinteil des Ganzheitsberichts auf Seite 82 sowie im Indikator EU8.

EC3 Betriebliche soziale Zuwendungen

Im Berichtsjahr wurden 31,6 Mio. Euro, ein Anteil von 9,6 % des Personalaufwands, für betriebliche soziale Zuwendungen (Aufwendungen für Pensionen, Sonstige Sozialaufwendungen) aufgewendet. Nähere Informationen finden sich unter der Anhangangabe 51.

EC4 Finanzielle Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die EVN AG ist mit 51 % im Besitz der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH. Im Berichtsjahr wurden etwa 956.000 Euro (davon rund 12,7 % über Förderungen) für Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufgewendet. Eine weitere finanzielle Unterstützung der EVN durch öffentliche Stellen findet nicht statt. Soweit vereinzelte Materiengesetze die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Förderungen vorsehen, wie dies z. B. beim Ökostromgesetz der Fall ist, prüft die EVN das Vorliegen der Voraussetzungen und beantragt gegebenenfalls die dafür vorgesehenen Mittel.

EC5* Verhältnis der Standardeintrittsgehälter zum lokalen Mindestlohn

In Summe werden mehr als 90 % der Belegschaft im In- und Ausland durch Betriebsräte oder Gewerkschaften vertreten und hinsichtlich Entgelt durch kollektivvertragliche, tarifliche oder gesetzliche Mindestlöhne geschützt.

EC6 Geschäftspolitik, -praktiken und Anteil lokaler Lieferanten

Die EVN arbeitet kontinuierlich an der Umsetzung einer nachhaltigen Ausrichtung der Beschaffung und setzt die schrittweise Implementierung von Nachhaltigkeitskriterien im Dialog mit den Lieferanten fort. Diesbezüglich verfügt die EVN über eine Integritätsklausel für Lieferanten. Diese Klausel definiert die Richtlinien der nachhaltigen Beschaffung und die Aufgaben und Pflichten der Lieferanten in elf Punkten. Abrufbar unter: www.evn.at/gruppe/lieferanten.aspx.

In Bezug auf die Auswahl oder Bevorzugung lokaler Lieferanten ist das Bundesvergabegesetz zu berücksichtigen: Die EVN ist in weiten Bereichen Sektorenauftraggeber nach dem EU-Vergaberecht und hat daher die dafür geltenden Bestimmungen einzuhalten. Weiters befolgt sie die in der EU geltenden wettbewerbsrechtlichen Grundsätze. Die Ungleichbehandlung von Bietern und somit die Bevorzugung lokaler Lieferanten ist unzulässig. In Beschaffungsfällen, in welchen die EVN nicht diesen Vergaberichtlinien unterliegt, ist die EVN bemüht, Rücksicht auf ökologische Aspekte zu nehmen und die lokale Wertschöpfung zu erhöhen, indem sie regional beauftragt.

EC7 Beschäftigung lokaler Arbeitnehmer/innen

Die Einbeziehung und Karriereplanung von Mitarbeitenden aus der lokalen Umgebung unterstützt den wirtschaftlichen Nutzen und das Verständnis der lokalen Kultur. In allen Ländern stammen praktisch alle Mitarbeitenden und ein Großteil der Führungskräfte aus den entsprechenden Regionen. Da die Stärkung von lokalen Managementkapazitäten einen wesentlichen Teil der Strategie darstellt, unterstützt die EVN die Karriereplanung von lokalen Mitarbeitenden in Bulgarien und Mazedonien durch Führungskräftetrainings in den verschiedenen Ländern ebenso wie durch internationale Programme wie die EVN SUN Akademie oder das Internationale Potenzialträgerprogramm. Details dazu lesen Sie auf Seite 48 des Magazins zum Ganzheitsbericht.

EC8 Infrastrukturinvestitionen und Dienstleistungen, die vorrangig im öffentlichen Interesse erfolgen

Im Berichtsjahr wurden 394,0 Mio. Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur sowie im Erzeugungsbereich investiert. Diese Investitionen dienen der Verbesserung der Versorgungssicherheit und damit letztlich dem öffentlichen Interesse. In Wahrnehmung ihrer Verantwortung gegenüber den unterschiedlichen Interessengruppen setzt die EVN aber auch außerhalb ihres operativen Kerngeschäfts zahlreiche Initiativen. Im Fokus steht dabei die Förderung von Kindern und Jugendlichen. Der im Herbst 2008 eingerichtete Sozialfonds wird mit jährlich 100.000 Euro dotiert und fokussiert die Unterstützung niederösterreichischer Institutionen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit.

Vom Sozialfonds wurde 2009/10 folgende Projekte unterstützt:

Projekte Euro
die möwe / Präventionsprojekt an niederösterreichischen Schulen 10.000
mission:possible WG für Mädchen / inside out 5.000
Caritas / Werkstätte und Fuhrpark Region Retz, Menschen mit Behinderung 10.000
Caritas / Kinderferienlager für die Kinder im Flüchtlingshaus St. Gabriel 2.000
Caritas / Kinder trauern anders - Initiative Schwechat 7.000
Caritas / Gruppenangebot Kinder und Jugendliche mit Angststörungen Familienzentrum Baden 5.000
Caritas / Kindergruppe „Rasselbande" mit Frauenclub 7.000
Diakonie Österreich / Erlebnispädagogische Woche für minderjährige Flüchtlinge Mödling 4.000

Auch im Ausland engagiert sich die EVN und unterstützt insbesondere Kindergärten, -heime und Schulen in Bulgarien und Mazedonien.

EC9 Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen

Als Arbeit- und Auftraggeber sowie als Anbieter von Energie- und Umweltdienstleistungen liefert die EVN eine Reihe von positiven Beiträgen für die Volkswirtschaften, in denen sie tätig ist. Die Geschäftstätigkeit der EVN löst direkte und indirekte makroökonomische Effekte bzw. Beiträge aus. Die wichtigsten werden nachstehend skizziert, wobei auf das Anführen von Multiplikatoreffekten für die Gesamtwirtschaft verzichtet wurde.

  • Öffentlichkeit: Ertragsteueraufwand von 42,1 Mio. Euro, der zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben beiträgt. Eine finanzielle Unterstützung der EVN durch öffentliche Stellen findet nicht statt. Soweit vereinzelt Materiengesetze die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Förderungen vorsehen, wie dies z. B. beim Ökostromgesetz der Fall ist, prüft die EVN das Vorliegen der Voraussetzungen und beantragt gegebenenfalls die dafür vorgesehenen Mittel.
  • Arbeitgeber: durchschnittlicher Personalstand im Berichtsjahr von 8.536 Mitarbeitenden, davon 64 Lehrlinge; Personalaufwendungen in Höhe von 329,2 Mio. Euro
  • Investitionstätigkeit: 394,0 Mio. Euro für den Ausbau der Netzinfrastrukturen und Produktionsanlagen im In- und Ausland
  • Auftraggeber: 1.914,5 Mio. Euro für Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen

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