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Umwelt

Highlights

  • Positive Entwicklungen im internationalen Projektgeschäft
    – Vertragsgemäße Übergabe des Trinkwasserprojekts Süd-West Moskau per Ende Dezember 2016
    – Bestbieter für ein Kläranlagen-Projekt in Kuwait
  • Operatives Ergebnis durch unbaren Einmaleffekt (Wertberichtigung von Vorräten) belastet
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Finanzkennzahlen – UmweltMio. EUR2016/17
1.–3. Quartal
2015/16
1.–3. Quartal
+/–
absolut % 
2016/17
3. Quartal
2015/16
3. Quartal
+/-
%
Außenumsatz 139,6118,920,717,441,339,93,5
Innenumsatz 11,813,4–1,6–12,04,24,4–4,9
Gesamtumsatz 151,4132,319,114,445,544,32,7
Operativer Aufwand –167,8–113,6–54,2–47,7–42,0–41,4–1,6
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter 9,59,5–0,1–0,63,03,2–3,3
EBITDA –6,928,3–35,26,66,16,9
Abschreibungen inkl. Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen –18,9–19,30,41,8–5,9–6,58,3
Operatives Ergebnis (EBIT) –25,99,0–34,80,6–0,3
Finanzergebnis –1,4–1,60,213,1–1,50,1
Ergebnis vor Ertragsteuern –27,37,4–34,6–0,8–0,2
Gesamtvermögen 815,1910,6–95,5–10,5815,1910,6–10,5
Gesamtschulden 644,8723,5–78,7–10,9644,8723,5–10,9
Investitionen1) 7,56,60,914,22,43,3–27,3

Im Segment Umwelt stiegen die Umsatzerlöse in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2016/17 um 19,1 Mio. Euro bzw. 14,4 % auf 151,4 Mio. Euro. Zurückzuführen war dieser Anstieg vor allem auf eine positive Entwicklung im internationalen Projektgeschäft, während sich die Umsätze aus der thermischen Abfallverwertung und der Wasserversorgung in Niederösterreich in Summe in etwa auf Vorjahresniveau entwickelten.

Der operative Aufwand erhöhte sich um 54,2 Mio. Euro bzw. 47,7 % auf 167,8 Mio. Euro. Haupttreiber dafür waren eine im zweiten Quartal 2016/17 erforderlich gewordene Wertberichtigung der verbliebenen, in den Vorräten abgebildeten Anlagenkomponenten aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau sowie die positive Umsatzentwicklung im internationalen Projektgeschäft.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter entwickelte sich mit 9,5 Mio. Euro stabil.

Belastet durch den von der oben erwähnten Wertberichtigung verursachten unbaren Einmaleffekt belief sich das EBITDA auf –6,9 Mio. Euro (Vorjahr: 28,3 Mio. Euro).

Bei nahezu stabilen Abschreibungen von 18,9 Mio. Euro (Vorjahr: 19,3 Mio. Euro) resultierte daraus ein EBIT von –25,9 Mio. Euro (Vorjahr: 9,0 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis verzeichnete einen Anstieg um 0,2 Mio. Euro bzw. 13,1 % auf –1,4 Mio. Euro. Per Saldo erwirtschaftete das Segment damit ein Ergebnis vor Ertragsteuern von –27,3 Mio. Euro (Vorjahr: 7,4 Mio. Euro).

Die Investitionen der EVN im Segment Umwelt lagen im Berichtszeitraum mit 7,5 Mio. Euro um 0,9 Mio. Euro bzw. 14,2 % über dem Vorjahresniveau. In der Trinkwasserversorgung werden dabei Kapazitätssteigerungen der Pumpwerke sowie Erweiterungen der überregionalen Leitungsnetze nachhaltig forciert – eine Strategie, deren Zweckmäßigkeit gerade in den niederschlagsärmeren Monaten deutlich wird. Neben einer verlässlichen Versorgung der niederösterreichischen Bevölkerung mit Trinkwasser ist auch die weitere Verbesserung der Wasserqualität ein Hauptanliegen der EVN. In diesem Sinn begannen kürzlich die Bauarbeiten für eine Naturfilteranlage auf dem Brunnenfeld Wienerherberg in Ebergassing, die künftig rund 100.000 Einwohner mit auf natürliche Weise enthärtetem Trinkwasser versorgen soll. Im Bereich der Ortwasserversorgung konnte die EVN im April und Juli 2017 zudem die Betriebsführung der Wasserleitungsnetze in zwei weiteren niederösterreichischen Gemeinden übernehmen.

Im internationalen Projektgeschäft war die EVN zum Stichtag 30. Juni 2017 mit der Umsetzung von sieben Abwasserprojekten in Kroatien, Mazedonien, Montenegro und Tschechien befasst. Die Arbeiten an den in Bau befindlichen Projekten verlaufen dabei planmäßig. In Russland wurde wie bereits berichtet die lokale Objektgesellschaft für die Trinkwasserversorgungsanlage Süd-West Moskau, welche die EVN errichtet, finanziert und zehn Jahre lang betrieben hatte, per Ende Dezember 2016 nach Zahlung der letzten Rate an die Stadt Moskau übergeben. Zuvor hatte die EVN noch einen im Zuge der Übergabe erteilten Auftrag zur Adaption und Erweiterung der Anlage erfolgreich abgeschlossen.

Im März 2017 ging ein von der WTE Wassertechnik GmbH mit einem kuwaitischen Finanzinvestor gebildetes Bieterkonsortium als Bestbieter aus dem Angebotsverfahren für ein Abwasseraufbereitungsprojekt in Kuwait hervor. Die endgültige Auftragsvergabe durch die ausschreibenden Stellen steht noch aus, wird aber für das laufende Kalenderjahr erwartet.

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