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Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 30. Juni 2017 mit 6.311,0 Mio. Euro um 245,6 Mio. Euro bzw. 3,7 % unter dem Wert zum 30. September 2016.

Diese Reduktion resultierte primär aus Veränderungen der langfristigen Vermögenswerte, die im Berichtszeitraum um 213,8 Mio. Euro bzw. 3,8 % auf 5.472,0 Mio. Euro zurückgingen; mit 86,7 % blieb ihr Anteil am Gesamtvermögen dabei jedoch konstant auf dem Niveau vom 30. September 2016. Haupttreiber für diese Entwicklung waren die Reduktion der Anschaffungskosten für das Kraftwerksprojekt Walsum 10 auf Basis des Schiedsspruchs zugunsten der Projektgesellschaft vom November 2016, die Abgeltung offener Forderungen auf Basis der im Februar 2017 mit der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK erzielten Einigung sowie die im Berichtszeitraum vorgenommenen Wertminderungen. Zudem enthielten die Veranlagungen im R 138-Fonds stichtagsbedingt einen geringeren Anteil an langfristigen Wertpapieren. Diesen Rückgängen in den langfristigen Vermögenswerten stand ein Anstieg der sonstigen Beteiligungen entgegen. Er resultierte aus der im Juni 2017 erfolgten Übertragung der bislang von der WEEV Beteiligungs GmbH gehaltenen Verbund-Aktien an die EVN AG sowie eine durch den Aktienkurs bedingte Erhöhung des Beteiligungswerts an der Verbund AG.

Die kurzfristigen Vermögenswerte gingen um 31,8 Mio. Euro bzw. 3,6 % auf 839,0 Mio. Euro zurück. Dies war vor allem auf die Wertminderung der in den Vorräten abgebildeten Anlagenkomponenten aus dem ehemaligen Projekt Müllverbrennungsanlage Nr. 1 in Moskau zurückzuführen. Dem stand ein Anstieg der liquiden Mittel gegenüber, der aus der bereits erwähnten Umschichtung im R 138-Fonds resultierte.

Bilanzstruktur zum Stichtag

Ungeachtet der im Jänner 2017 erfolgten Dividendenzahlung nahm das Eigenkapital dank des Ergebnisses der ersten neun Monate 2016/17 sowie positiver Effekte aus erfolgsneutralen Bewertungen um 224,1 Mio. Euro bzw. 8,1 % auf 2.994,8 Mio. Euro zu. Die Eigenkapitalquote belief sich zum 30. Juni 2017 auf 47,5 % (30. September 2016: 42,3 %).

Die langfristigen Schulden gingen vor allem aufgrund der Umgliederung langfristiger Finanzverbindlichkeiten in den kurzfristigen Bereich um 135,1 Mio. Euro bzw. 5,3 % auf 2.405,6 Mio. Euro zurück. Zudem wurde ein Bankkredit vorzeitig getilgt.

Die kurzfristigen Schulden sanken um 334,5 Mio. Euro bzw. 26,9 % auf 910,6 Mio. Euro. Im Zusammenhang mit dem Schiedsspruch zum Kraftwerksprojekt Walsum 10 konnte hier eine Verbindlichkeit GWh ausgebucht werden, die nach der Ziehung der Vertragserfüllungsbürgschaft durch die Projektgesellschaft im Jahr 2013 gebildet worden war. Darüber hinaus war die Entwicklung durch planmäßige Tilgungen von Finanzverbindlichkeiten und eine Verringerung der Lieferantenverbindlichkeiten geprägt, denen ein stichtagsbedingter Anstieg der kurzfristigen Steuerverbindlichkeiten gegenüberstand.

Die Nettofinanzverschuldung der EVN reduzierte sich gegenüber dem 30. September 2016 um 221,9 Mio. Euro auf 899,6 Mio. Euro.

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