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Betriebliche Sozialpartnerschaften

„Überzeugung vor Zwang“ – so lautet das Motto der betrieblichen Sozialpartnerschaft der EVN. Die Arbeitnehmervertreter werden deshalb laufend über wesentliche unternehmerische Entscheidungen informiert bzw. in die transparenten Entscheidungsprozesse eingebunden, die im Einklang mit dem Führungsleitbild der EVN sowie auf Basis der einschlägigen rechtlichen Bestimmungen stattfinden. Dies gilt für strategische Entscheidungen ebenso wie für Änderungen oder Anpassungen im Personalbereich. Neben der EVN AG sind auch in allen anderen größeren Unternehmen der EVN Gruppe eigene Belegschaftsvertretungen eingerichtet.

Die Wahrung der Mitarbeiterinteressen wird durch die EVN Mitarbeitervertretungen in Form von Betriebsräten oder Gewerkschaften gewährleistet. Mehr als 90 % aller Mitarbeiter der EVN (insbesondere in Österreich, Bulgarien und Mazedonien) werden durch diese Einrichtungen vertreten und sind hinsichtlich ihrer Bezahlung durch kollektivvertragliche, tarifliche oder gesetzliche Mindestlöhne geschützt. So sind die jeweiligen Mitarbeitervertretungen sowohl in Österreich als auch in Bulgarien und Mazedonien regelmäßig maßgeblich in die Kollektivvertragsverhandlungen eingebunden. Zudem werden Mitarbeiterthemen in Arbeits- und Sicherheitsausschüssen behandelt, die sich unter anderem aus Betriebsräten oder Gewerkschaftsvertretern zusammensetzen. Die Betriebsratsvertreter finden sowohl im Aufsichtsrat als auch im Beirat für Umwelt und soziale Verantwortung Gehör. Das Mitspracherecht der Lehrlinge im Betriebsrat wird über gewählte Jugendvertrauensräte umgesetzt. Die Wahl hiezu fand zuletzt im Juni 2016 statt. Über einen europäischen Betriebsrat werden zudem die südosteuropäischen Tochterunternehmen eingebunden. Diesem Gremium, das mit seinen regelmäßigen Sitzungen als Kommunikations- und Austauschplattform dient, gehören Vertreter aus Österreich, Bulgarien und Mazedonien an.

  • GRI-Indikatoren: Mindestmitteilungsfristen bezüglich betrieblicher Veränderungen (G4-LA4); Anteil der Gesamtbelegschaft, der in Arbeitsschutzausschüssen vertreten wird (G4-LA5); Anteil der Mitarbeiter mit Kollektivverträgen (G4-11)

Im Geschäftsjahr 2015/16 betrug das Verhältnis zwischen dem höchsten Gehalt und dem Durchschnittsgehalt bei der EVN in Österreich rund 7:1. Das Gehaltsschema von mehr als 90 % der Mitarbeiter der EVN orientiert sich an den Kollektivverträgen, die für die jeweiligen Hauptgeschäftsstandorte gelten. In diesen auch öffentlich einsehbaren Kollektivverträgen werden sowohl Gehaltsstufen als auch zeitabhängige Gehaltsteigerungen festgelegt. In Österreich wurde im Geschäftsjahr 2015/16 im Rahmen der jährlichen Kollektivvertragsverhandlungen eine Anpassung der Gehälter um 1,34 % bis 2,10 % vorgenommen.

  • GRI-Indikatoren: Verhältnis der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters zum mittleren Niveau der Jahresvergütung aller Beschäftigten (G4-54); Verhältnis der prozentualen Steigerung der Jahresvergütung des höchstbezahlten Mitarbeiters zum mittleren Niveau der prozentualen Steigerung der Jahresvergütung aller Beschäftigten (G4-55); Spanne des Verhältnisses der Standardeintrittsgehälter nach Geschlecht zum lokalen Mindestlohn an Hauptgeschäftsstandorten (G4-EC5); Lohnunterschiede nach Geschlecht (G4-LA13)

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